Gehaltsverhandlungen

Gehaltsverhandlungen

Eine Gehaltsverhandlung ist immer eine schwierige Situation. Der Arbeitgeber denkt, der Mitarbeiter möchte so viel Geld wie möglich haben. Der Mitarbeiter denkt, der Arbeitgeber will so wenig wie möglich zahlen. Oft geht es in Gehaltsverhandlungen aber um mehr als nur Geld. Durch richtiges Taktieren können Sie die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter erhöhen, ohne dabei umsonst Geld auszugeben.


Die häufigsten Anlässe für Gehaltsverhandlungen

Der selbstverständliche Moment, in dem das Thema Gehalt zur Sprache kommt, ist beim Einstellungsgespräch. Des Weiteren spricht der Mitarbeiter es oft im Rahmen des jährlichen Mitarbeitergespräches an. Er erwartet eine Gehaltserhöhung nach einer Beförderung oder spricht Sie außer der Reihe an. Für all diese Situationen ist eine gute Vorbereitung der beste Weg, Sie in Gehaltsverhandlungen vor leichtfertigen Zusagen zu schützen.

Wie Sie sich vorbereiten können

Geht es im Einstellungsgespräch um die Vergütung für eine neu geschaffene Position, nutzen Sie die zahlreichen Arbeitsbewertungs- und Berechnungsmodelle oder legen Sie das Gehalt im Verhältnis zu den anderen Mitarbeitern fest.

Bei einer freien, bereits existierenden Position orientieren Sie sich in der Gehaltsverhandlung am Gehalt des letzten Stelleninhabers. Berücksichtigen Sie aber, wie sich das Gehaltsgefüge seit der letzten Besetzung dieser Stelle verändert haben kann.

Bei Gesprächen im Rahmen des jährlichen Mitarbeitergesprächs oder bei Beförderungen können Sie die aktuelle Gehaltsliste zur Hilfe nehmen.

Grundsätzlich helfen Ihnen immer die Tarifverträge für den entsprechenden Beruf als Orientierung. Wenn Sie einem Tarifvertrag unterliegen, müssen Sie sich sowieso an dessen Vorgaben halten. Informationen zu Gehältern finden Sie auf verschiedenen Internetseiten.

Wichtig ist immer, dass Sie die Leistungen und Entwicklungen des Mitarbeiters bewerten. Überlegen Sie, was sich für den Mitarbeiter durch eine Beförderung verändern würde:

  • Ist die Position ausschließlich weisungsgebunden?
  • Wie viel Verantwortung für die Umsätze der Firma trägt der neue Mitarbeiter?
  • Hat er Personalverantwortung?
  • Je klarer Sie sich über die neuen Aufgaben sind und darüber, wo die Stelle im Gesamtgefüge der Firma angesiedelt ist, desto leichter ist es, den Mitarbeiter gerecht zu bewerten.

Wichtige Gedanken und Informationen sollten Sie notieren und diese mit in die Gehaltsverhandlung nehmen. Mitarbeiter rechnen gerne in absoluten Zahlen. Deshalb nehmen Sie einen Taschenrechner mit, um nicht unwissentlich einer Gehaltsforderung um mehrere Prozent zuzustimmen.

Wie Sie mit Gehaltsverhandlungen im Einstellungsgespräch umgehen

Bei Stellenbesetzungen für einfachere Tätigkeiten, wie eine Bürohilfe, werden Sie eine gute Vorstellung von einem angemessenen Gehalt haben. Je höher auf der Karriereleiter aber die freie Position liegt, desto mehr gehen die Gehälter und die Gehaltserwartungen auseinander.

Oft bietet es sich an, die Bewerber bereits in der Stellenanzeige um die Nennung ihrer Gehaltsvorstellung zu bitten. Oder Sie notieren sie sich unkommentiert in der ersten Runde der Vorstellungsgespräche – wenn Sie denn mehr als eine Runde geplant haben. Bei mehreren Kandidaten bekommen Sie so ein Gefühl, wie die Position nach außen wirkt. Vergessen Sie dabei nur nicht, dass die Zahlen der Kandidaten meist höher liegen als das tatsächlich angemessene Gehalt. Mit den Kandidaten, die eine Runde weiterkommen, führen Sie die Gehaltsverhandlungen. Wenn ein interessanter Kandidat weit höhere Vorstellungen hat als Sie, klären Sie gleich im ersten Gespräch, ob er verhandlungsbereit ist.
 

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