Mitarbeiterkommunikation: keine guten Noten für den Mittelstand
Die Kommunikation ist eine der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften, die die ständige Ansprechbarkeit als ideale und allgemein praktizierte Form der Mitarbeiterkommunikation sehen. Mitarbeiter finden allerdings meist eine klare Kommunikation wesentlich wichtiger.
Eine aktuelle Studie der Initiative „Unternehmer Perspektiven“ kommt zu dem Ergebnis, dass die Politik der offenen Türen nicht automatisch auch eine klare Kommunikation beinhaltet. Zwar befürworten 97 % der 4.000 befragten Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen die Politik der offenen Tür sowie informelle Gespräche auf dem Flur. Und ganze 87 % setzen auf die unentwegte Erreichbarkeit per E-Mail und Telefon. Doch zeigt die Studie auch, dass nicht mehr, sondern verständlicher kommuniziert werden sollte. Denn 74 % der befragten Führungskräfte wissen, dass sie zuweilen ihre Mitarbeiter über-, aber auch unterschätzen. Und immerhin noch 46 % geben keine eindeutigen Anweisungen.
Ferner fördert die Studie Defizite in der Personalführung zutage. Zwar wenden 88 % der befragten Betriebe das Instrument Mitarbeitergespräch regelmäßig an, aber nur 47 % führen auch Mitarbeiterbewertungen durch (bei der Führungskräftebewertung sind es sogar nur 40 %). Dabei zeigen diverse Untersuchungen, dass Unternehmen, die solche Führungsinstrumente regelmäßig anwenden, auch eine besonders gute Ertragslage vorweisen.
