Konflikte: Manipulationen erkennen und handeln
Zur Erreichung eines bestimmten Zieles setzen viele Führungskräfte unfaire Verhaltensweisen ein. Solche so genannten Manipulationen sollen bewirken, dass Personen zu bestimmten Handlungen oder Meinungen quasi gezwungen bzw. verleitet werden. Verheerend: Die manipulierten Personen sind in der Regel wehrlos. Denn solche Beeinflussungen finden versteckt statt, da eine offene Taktik nicht zum gewünschten Ziel führen würde.
Arten von Manipulationen
- Sich beliebt machen: Um ans gewünschte Ziel zu gelangen, wenden Manipulatoren verschiedene Taktiken an. Entweder schmeicheln sie sich gezielt mit Lob und Bewunderung ein. Oder sie machen sich interessant, indem sie bewusst ähnliche Einstellungen und Werte vorgaukeln.
- Jemanden zu Handlungen zwingen: Soll eine Person dazu gebracht werden, etwas für einen zu tun, tritt der Manipulierer mit einem Gefallen in Vorleistung. Beizeiten fordert er diese Gefälligkeit zurück. Clevere Manipulatoren machen sich aufgrund ihres speziellen Know-hows abhängig. Sie übernehmen freiwillig spezielle Aufgaben und setzen bei Bedarf diese Gefallen als Druckmittel ein. Aber auch gefakte Notsituationen können andere Personen zu Handlungen zwingen. Wer durch das Hervorrufen von Emotionalität in den Modus der Hilfsbereitschaft versetzt wird, ist für Manipulatoren ein dankbares Opfer.
- Jemandem Schaden zufügen: Wer einen Konkurrenten oder Feind ausschalten möchte, setzt gezielt Gerüchte, Schuldzuweisungen oder Intrigen ein.
Abwehrtechniken
Manipulatoren tragen kein Schild um den Hals. Und nicht jede Beeinflussung kann bekämpft werden. Deshalb ist es ratsam, mit offenen Augen und Ohren durchs Berufsleben zu gehen und dabei seine Mitmenschen zu studieren und ihr Verhalten zu hinterfragen. Um allerdings Manipulationstechniken zu enttarnen, braucht es zum einen Courage, zum anderen rhetorische Fähigkeiten. Wer im Berufsleben also immer wieder auf Manipulatoren trifft, sollte sich gezielt darauf schulen lassen.
