Morgenmuffeln eine Chance
Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit kämpfen viele Mitarbeiter in der Frühe mit Anlaufschwierigkeiten. Druck oder abfällige Bemerkungen sind dann aber nicht unbedingt die beste Maßnahme. Angepasste Arbeitszeiten bringen Ihnen unter Umständen mehr.
Denn Studien des Zentrums für Chronobiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zufolge sind nur etwa 10 % der Bevölkerung bereits bei Beginn der Arbeitszeit um 7 Uhr wirklich produktiv. Der überwiegende Teil der Bevölkerung hinkt im Schnitt 2 Stunden dem gesellschaftlich vorgegebenen Zeittakt hinterher. 10 bis 15 % sind sogar in der Nacht am produktivsten. Ursache sei die „innere Uhr“, die sich auch nicht umtrainieren lasse.
Demnach können Sie als Arbeitgeber mit Effektivitätsgewinnen rechnen, wenn Sie etwa
- Frühaufsteher nicht in Nachtschichten einsetzen,
- Mitarbeiter, die kreativ arbeiten, zu Hause arbeiten und sich die Arbeitszeit frei einteilen lassen oder
- anbieten, zeitversetzt mit der Arbeit zu beginnen (z. B. die einen um 7 Uhr, die anderen um 10 Uhr).
Fragen Sie Ihre Mitarbeiter einfach einmal, wer wann am besten arbeiten kann. Vielleicht können Sie ja hier und da entgegenkommen.
Tipp: Lesen Sie hier, in welchem Rahmen Ihre Mitarbeiter arbeiten dürfen und was das für die Vergütung bedeutet.
